Take Five for Nine

Sep. 7 2024 // 20:00
Klangspuren Schwaz, Innsbruck, Treibhaus

Lars Mlekusch, conductor
Alexandra Dienz, double bass
Maria Chlebus, percussion

SCHTUM
Manu Mayr
, E-Bass
Robert Pockfuß, E-Guitar

PHACE
Doris Nicoletti, flute
Walter Seebacher, clarinet
Michael Krenn, saxophone
Stefan Obmann, trombone
Mathilde Hoursiangou, piano
Maria Chlebus, percussion
Ivana Pristasova Zaugg, violin
Victor Lowrie Tafoya, viola
Roland Schueler, cello
Francesco Palmieri, e-guitar
Maximilian Ölz, e-bass
Alexandra Dienz, double bass

SOUND DESIGN
Alfred Reiter

PROGRAMM

Bernhard Gander
Take Five for Nine für Kontrabass, Schlagwerk und Ensemble, 2024 D:20‘
ein Kompositionsauftrag von PHACE und Klangspuren Schwaz

Clara Iannotta
They left us grief-trees wailing at the wall für Ensemble, 2020  D:18′

SCHTUM – Manu Mayr & Robert Pockfuß
Loom für E-Gitarre, E-Bass und Ensemble, 2024 D: 25′
ein Kompositionsauftrag von PHACE und Klangspuren Schwaz

Die italienische Komponistin und Kuratorin Clara Iannotta spricht lieber von einer „Choreographie des Klangs“ als von einer Orchestrierung – für sie nämlich ist der Moment der Klangentstehung, die Gesten der Musiker:innen, ihre Aufstellung auf der Bühne, das Zusammenwirken von Licht und Bewegung ebenso wichtig wie der Klang, den man hört: Musik ist für sie vor allem eine körperliche Erfahrung. Ihr Werk They left us grief-trees wailing at the wall für Klarinette, Tenor-Saxophon, Percussion, Klavier, elektrische Gitarre, Violine, Bratsche, Cello und Kontrabass schrieb sie als Auftragskomposition des Ars Nova Ensemble, des Riot Ensemble und Wien Modern. Manu Mayr und Robert Pockfuss verschmelzen als Duo schtum rhythmische, melodische, Sound- und strukturelle Elemente der elektronischen Tanzmusik mit experimentellen Methoden zeitgenössischer Musikproduktion – ihre Werke bewegen sich in einer „elektro-akustischen Welt aus Feedback-Schleifen, Sub-Bass-Interferenzen und Noise-Gezwitscher“ (reaktor). Unter anderem spielten sie Konzerte im Berghain, im Reaktor in Wien, bei Sonic Protest in Paris, dem Novas Frequencias in Rio de Janeiro oder de Gamma Festival in St. Petersburg. Ähnlich fluid bewegt sich auch Bernhard Gander in seinen Werken zwischen den Genres der populären und klassischen Musik – er verbindet zeitgenössische Neue Musik unter anderem mit Rap, elektronischer Tanzmusik, Comic-Ästhetik oder Heavy Metal, wobei das Zentrum jeder klanglichen Episode stets der Rhythmus ist. In der Vergangenheit brachte ihm seine Herangehensweise den Ruf als „Ausnahmeerscheinung“ im klassischen Musikbetrieb ein.

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voices & ensemble

PHACE | AKUSMATA

PHACE Series 2024/25 – N°4
4.May.2025 // 19:30
Wiener Konzerthaus, Mozart Saal

 

Cordula Bürgi, conductor
Cantando Admont

PHACE
Doris Nicoletti, flute
Walter Seebacher, clarinet
Reinhold Brunner, clarinet
Michael Krenn, saxophone
Mathilde Hoursiangou, piano
Ivana Pristasova Zaugg, violin
Petra Ackermann, viola
Roland Schueler, cello
Maximilian Ölz, double bass
and many more …

SOUND DESIGN
Alfred Reiter

Programm

Beat Furrer
Akusmata für 8 Stimmen und 8 Instrumente (30’) (2019/20)

Sarah Nemtsov
WAVES für Vokalensemble und Instrumente (30‘) (2024/25)
ein Auftragswerk von PHACE, in Kooperation mit dem Osterfestival Tirol

 

Beat Furrers Akusmata ist inspiriert von jenen enigmatischen Hörsprüchen und Lebensweisheiten, die Pythagoras zugeschrieben werden und wie ein inhomogenes Regelwerk einer fantastischen Gesellschaft erscheinen: manche sind klar verständlich, andere erinnern an die Rätsel von da Vinci und manchen haftet seltsam Groteskes an. Mit einem neu erweiterten Teil der Werkreihe tritt Furrer mit der pythagoreischen Mystik in Verbindung und betreibt dabei nicht nur symbolisch eine Dekonstruktion der Verhältnisse, sondern zerlegt auch das harmonische Spektrum. Die Dichte von Gesang und Instrumenten gemeinsam mit der ständigen Transformation und Wandlungsfähigkeit des vokalen Klangs erschaffen eine neue Realität, einen neuen Raum, in dem Musik widerhallen und für sich selbst existieren kann. Eine rätselhafte Welt, die nur im Ohr existiert.
Weit ausragende, fein verästelte Klangstrukturen, gespickt mit unzähligen Zeichen, Metaphern, Phrasen, Symbolen und Einflüssen aus allen nur erdenklichen Richtungen und Musiken lassen sich in den Werken von Sarah Nemtsov finden und doch sind auch tiefe Wurzeln in der europäischen Musiktradition nicht zu überhören. Ihr neues Werk WAVES gibt sich ähnlich enigmatisch wie Furrers Akusmata und taucht ein in die fließenden Wechselströme zwischen individuellem und kollektivem Bewusstsein in Virginia Woolfs Roman „The Waves“ von 1931. Sechs Stimmen, miteinander, nebeneinander und gegeneinander. Beweglich im Raum – mal vereinzelt, mal als Gruppe – eingebettet in einen erweiterten instrumental-elektronischen Klangraum, auf der Suche nach der Art und Weise, wie mehrere Ichs und mehrere Perspektiven eine pluralistische Wahrheit zusammenweben können.

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ensemble – electronics

PHACE | ACCESSING PLEASURE

PHACE Series 2024/25 – N°1
25.Nov.2024 // 21:00
Wien Modern, Wiener Konzerthaus, Berio-Saal

 

Lars Mlekusch
Alexandra Dienz, double bass
Maria Chlebus, percussion

PHACE
Doris Nicoletti, flute
Walter Seebacher, clarinet
Reinhold Brunner, clarinet
Michael Krenn, saxophone
Mathilde Hoursiangou, piano
Ivana Pristasova Zaugg, violin
Petra Ackermann, viola
Roland Schueler, cello
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SOUND DESIGN
Alfred Reiter

Programm

Bernhard Gander
Take Five for Nine für Kontrabass, Schlagwerk und Ensemble, 2024 (20‘)
ein Auftragswerk von PHACE und Klangspuren Schwaz

Alessandro Baticci
Luminal Mirage für Ensemble und Elektronik, 2024 (13‘) (UA)
ein Auftragswerk von PHACE und ORF Musikprotokoll

Annesley Black
Scrap für Ensemble und Live-Elektronik, 2019 (16’)

Georgia Koumará 
I wonder if I should start accessing pleasure a whole lot für Ensemble und Elektronik, 2022 (21‘) (ÖEA)

Kurz, fragmentiert und prägnant springen die Klänge ins Bewusstsein. Es ist ein unrunder Tanz der klanglichen Partikel, der in Scrap von Annesley Black zur Musik wird. Kleinstmöglich unterscheidbare Fragmente rittern um die Vorherrschaft über Gehör und Gedächtnis, jedes im Bestreben das Vorherige zu verdrängen. Jedoch, sie können nicht anders als untereinander zu kommunizieren und sich gegenseitig in beständiger Wechselwirkung zu transformieren.
Diese Art von spektral-temporaler Sparsamkeit sucht man im neuen Werk von Bernhard Gander vielleicht vergeblich. Bei ihm gehen die Klänge oft ohne große Distanz auf Tuchfühlung und finden sich zu dichten, körperlich wahrnehmbaren Strukturen zusammen.
In Alessandro Baticcis Luminal Mirage verschmelzen natürliche und virtuelle Klänge. Die Instrumente imitieren den Klang der Elektronik, doppeln Rhythmik und Klangfarbe bis in der hyperschnellen, maschinellen Atmosphäre, in der sich endlos auf- und absteigende Linien wie durch ein Stiegenhaus von M.C. Escher winden, nicht mehr unterscheidbar ist, was gespielt und was generiert ist.
Mit I wonder if I should start accessing pleasure a whole lot stellt Giorgia Koumará die Frage nach Identität und Zugehörigkeit im Zerrspiegel der gesellschaftlichen Normen und Wertevorstellungen. Die flächige, schwelende Elektronik, immer wieder durchbrochen von wilden rhythmischen Ausuferungen und einschneidenden Klangereignissen, dient als verstärkende Grundlage für einen Reihe von verfremdeten Textpassagen von Audrey Lorde, Gillian Flynn und anderen, die Rollenbilder von Frauen in der Gesellschaft thematisieren.

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voice – ensemble – electronics

PHACE | IRRÉALITÉS / UNREALITIES

PHACE Series 2024/25 – N°2
11.Feb.2025 // 19:30
Wiener Konzerthaus, Berio-Saal

 

Peyee Chen, voice

PHACE
Doris Nicoletti, flute
Walter Seebacher, clarinet
Reinhold Brunner, clarinet
Michael Krenn, saxophone
Mathilde Hoursiangou, piano
Ivana Pristasova Zaugg, violin
Petra Ackermann, viola
Roland Schueler, cello
Maximilian Ölz, double bass
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SOUND DESIGN
Alfred Reiter

Programm

Januibe Tejera
IRRÉALITÉS / UNREALITIES für Stimme, fünf Musiker*innen und Elektronik, 2024 (UA)
ein Auftragswerk von PHACE

Die Konfrontationen zwischen dem Realen und dem Imaginären ist seit Jahrtausenden ein Teil des menschlichen Zusammenlebens. Gesellschaften schufen Mythologien, Geschichten, Märchen und Gemeinschaftsträume, regten die Vorstellungskraft an und erzeugten einen eigenständigen „kulturellen Korpus“, im Bestreben, das Reale zu erforschen und durch die Vorstellung zu transformieren. Basierend auf dem Konzept von Morphismus und Dysmorphismus untersucht IRRÉALITÉS / UNREALITIES von Januibe Tejera, wie Musik die Vielfalt dieses kulturellen Korpus verbinden kann, nicht auf Grund von kulturellen Ähnlichkeiten, sondern organisiert durch eine akustische Realität. Tejera, dessen Schaffen irgendwo an den Grenzen zwischen diversen Musikstilen und szenischen Künsten angesiedelt ist, überträgt die Mechanismen der gemeinschaftlichen Vorstellung in eine musikalische Wirklichkeit. Mit autogenerativen Klangmodellen wird das Werk in Echtzeit für Stimme, Ensemble und Elektronik imaginiert und so ein neues Vokabular von Unwirklichkeiten und irrealen Klangmodellen geschaffen. Mit einer unverwechselbaren Klangidentität für jeden Musiker und jede Musikerin und elektronischer Improvisation schafft das Projekt eine klangliche Realität, in der die Grenzen von Stimme, Instrumenten und Elektronik nicht mehr wahrnehmbar sind, sondern zu einem großen und grenzenlosen, unwirklichen und dysmorphen Klangraum vermischt werden.

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ensemble – electronics

PHACE | FOR MORE EARS!

our series at
Wiener Konzerthaus
2024/25

 

CONDUCTORS
Cordula Bürgi
Lars Mlekusch

PHACE
Doris Nicoletti, flute
Walter Seebacher, clarinet
Reinhold Brunner, clarinet
Michael Krenn, saxophone
Mathilde Hoursiangou, piano
Ivana Pristasova Zaugg, violin
Petra Ackermann, viola
Roland Schueler, cello
Maximilian Ölz, double bass
Alexandra Dienz, double bass
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SOUND DESIGN
Alfred Reiter

Zuhören oder zugehören. Der Zyklus lenkt den Blick in die Zwischenräume – dorthin wo sich die Gegensätze überschneiden, wo Ähnlichkeiten und Differenzen zu etwas Neuem verschmelzen; wo die Identität zum Spielball der Musik wird. Echos reflektieren an den Wänden des Kontexts, ziehen an Klang und Material. Keine Kraft ohne Gegenkraft und keine Form ohne Transformation. Wie bei Annesley Black, wo kleinste Klangpartikel um einen Platz im Gedächtnis rittern. Wie bei Giorgia Koumará, wo die Musik unsere Normative hinterfragt. Idiome des Spontanen, in feste Tonformen gebrannt, streben nach Raum: gedämpft und unterdrückt bei Huihui Cheng, aufgewühlt und überspannt bei Alexander Schubert. Es ist ein galvanisches Bad für Sinne und Sensorien. Etwas löst sich, etwas bleibt hängen und etwas bleibt zurück. Die Stimme tritt hervor: Ureigenes Instrument, untrennbar mit der Identität verbunden. In Januibe Tejeras klanglichen Unwirklichkeiten verliert sie fast jeglichen menschlichen Charakter. Bei Beat Furrer und Sarah Nemtsov führt sie ins Innerste und Äußerste.

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Festival Internacional de Musica de Canarias

Oct. 14, 2023
Espacio la Granja
Santa Cruz de Tenerife

Oct. 15, 2023
Teatro Guiniguada
Las Palmas de Gran Canaria

conductor
Nacho de Paz

PHACE
Doris Nicoletti, flute
Walter Seebacher, clarinet
Spiros Laskaridis, trumpet
Mathilde Hoursiangou, piano/keyb
Berndt Thurner, percussion
Samuel Toro Pérez, electric guitar
Jacobo Hernandez Enriquez, violin
Petra Ackermann, viola
Roland Schueler, cello
Maximilian Ölz, double bass

SOUND DESIGN
Alfred Reiter

Programm

Mirela Ivicevic
Case Black for 7 instruments & electronics, 2016  8’

José Luis Perdigón
ill-use III
für Bassflöte, Bassklarinette, Piano, Percussion, Violine, Cello und E-gitarre, 2023 (UA)

Fausto Romitelli
Professor Bad Trip: Lesson I – III für Ensemble und Elektronik, 1998-2000

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PHACE | ANIMAL SMILEYS

7.May.2024 // 19:30
Wiener Konzerthaus, Berio-Saal

PHACE Series 23/24 – N°3

PHACE
Doris Nicoletti, flute
Walter Seebacher, clarinet
Reinhold Brunner, clarinet
Michael Krenn, saxophone
Mathilde Hoursiangou, piano
Berndt Thurner, percussion
Ivana Pristasova Zaugg, violin
Petra Ackermann, viola
Roland Schueler, cello
Maximilian Ölz, double bass
Alexandra Dienz, double bass
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SOUND DESIGN
Alfred Reiter

Mit Unterstützung durch

PROGRAMM

Sarah Nemtsov
Sechs Zeichen für Cello und (präpariertes) Klavier, 2010

Mikel Urquiza
Opus Latericium für Flöte, Saxofon, Klarinette und Klavier, 2018

Katharina Rosenberger
wälzen, schieben, frachten für Streichtrio und Turntables (UA), 2023/24
Auftragswerk von PHACE, mit Unterstützung der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia

Victor Ibarra
B-side for saxophone, percussion and piano (UA), 2023/24
Auftragswerk von PHACE, finanziert durch Sistema Nacional de Creadores de Arte (FONCA) Mexico

Jorge Sanchez-Chiong
Animal Smileys für Streichtrio, elektrische Orgel, mid-O Equipment & psychedelische Elektronik, 2022/24
UA der neuen Version

 

Opus latericium ist von einer römischen Lehmziegelbauweise der Kaiserzeit inspiriert. Dreieckige Ziegel, zu einer gepunkteten, polierten, harten und feuerfesten Oberfläche vereint: von der Außenseite durchbricht die repetitive Musik von Mikel Urquiza zerstörerisch hämmernd im Zeitraffer die harte Schale, legt die Ruine frei. Was von der Mauer stehen bleibt zeigt nur noch wenig Ähnlichkeit zum Anfang. Brüchig und verwittert, ein verstreuter Rest. Auch Sechs Zeichen von Sarah Nemtsov ist auf einem trügerischen Fundament der Instabilität aufgebaut. Was statisch wirkt, beginnt sich zu verselbständigen und die Gestalt zu wechseln. Fragile Sehnsuchtstöne, eingehüllt in einen mysteriösen Klangschleier, treten in ein Wechselspiel mit dem insistierenden Pochen scharfkantiger Klänge, schaukeln sich auf zu Gegenpolen, die sich schlussendlich gegenseitig aufheben. Jorge Sanchez-Chiong geht in Animal Smileys mit ganz anderen Werkzeugen zu werke um zu einer nicht weniger intensiven Musik zu gelangen. Fremde Streicherklänge, durchs Versuchslabor der elektronischen Effekte geschleift, deformiert, denaturiert, saturiert. Ein sattes Klangerlebnis, das die Ohren auf dem experimentellen Trancefloor kreisen lässt. Victor Ibarras Kompositionen zeichnen sich meist durch einen sehr präzisen Umgang mit Harmonien und Tonstrukturen und Augenmerk auf rhythmische Akzente aus. Im Gegensatz dazu hinterfragen Katharina Rosenbergers Werke die musikalischen Produktions- und Rezeptionsgewohnheiten von mehreren Seiten. Sie beide werden wohl sehr unterschiedliche neue Werke für das Konzert beisteuern.

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Normal 74,- Euro

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Mitglieder 64,20 Euro
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PHACE | TIEMPO SUSPENDIDO

20.Mrz.2024 // 19:30
Wiener Konzerthaus, Berio-Saal

PHACE Series 23/24 – N°2

PHACE
Doris Nicoletti, flute
Walter Seebacher, clarinet
Michael Krenn, saxophone
Mathilde Hoursiangou, piano
Maria Chlebus, percussion
Ivana Pristasova Zaugg, violin
Petra Ackermann, viola
Roland Schueler, cello
Samuel Toro Perez, e-guitar

SOUND DESIGN
Alfred Reiter

PROGRAMM

 

Raquel García-Tomás
Estudio Sonomecánico no. 1 – Tiempo Suspendido für Ensemble, Elektronik und Video, 2018

Lorenzo Troiani 
La voce delle conchiglie für verstärkte Bassflöte und Elektronik, 2022

Joanna Bailie
Dissolve für Ensemble, Elektronik und Video, 2020 (ÖEA)

Daniela Terranova
Rainbow Dust in the Sky für Streichtrio, 2018 (ÖEA)

Clara Iannotta
Outer Space für Baritonsaxofon, Percussion, E-Gitarre, Objektperformer, Film und Elektronik, 2018
Film by Peter Tscherkassky

 

Eine Frau, auf der Flucht vor dem eigenen Spiegelbild, verfolgt von unsichtbaren Gegnern, in ein irrlichterndes Vernichtungsszenario getrieben. Ein horrorartiger Tanz der Gesichter und Spiegelungen, der über die Ränder schwappt und den Raum außerhalb in Besitz nimmt. Mit der Musik von Clara Iannotta entfaltet der Kurzfilm Outer Space von Peter Tscherkassky eine schier überwältigende sensuelle Wirkung. Auf sehr unterschiedliche Weise eng verzahnt sind Musik und Film in Estudio Sonomecánico no. 1 – Tiempo Suspendido von Raquel García-Tomás. Weniger Soundtrack oder Untermalung der Bilder, lässt García-Tomás darin vielmehr filmische Gesten und Bewegungen in der Musik neu entstehen und nähert sich mit durchaus humorvollen Alltagsbildern dem Stillstand und der Zeitlosigkeit. Den musikalischen Klassiker „Over the Rainbow“, eingebrannt ins kollektive Gedächtnis von Judy Garland im Wizard of Oz und einer Hawaiianischen Ukulele, nimmt Daniela Terranova als Ausgangspunkt für Rainbow Dust in the Sky. Subtil pulverisiert und zu Staub zerkleinert werden die Spuren des Songs zu nuancierten, verdünnten Echos die, meditativ in sich kreisend, den rituellen Charakter eines Wiegenliedes suggerieren. Ein beständiges, unaufhaltbares Verfließen zeigt sich in Joanna Bailies Dissolve. In zeitgreifenden Übergängen wechseln sowohl der Film als auch das klangliche Geschehen zwischen konkreten Zuständen und abstrakten Momenten, die Wirklichkeit zerfließt zur Unkenntlichkeit. Lorenzo Troiani begibt sich in die Innenwelt, spielt bei La Vita delle Conchiglie mit den zurückkehrenden Resonanzen und Feedbacks im Korpus von Instrumenten, erzeugt eine versteckte und geheimnisvolle Klangwelt, wie im Inneren einer Muschelschale.

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PHACE | PROFESSOR BAD TRIP

9.Jan.2024 // 19:30
Wiener Konzerthaus, Berio-Saal

PHACE Series 23/24 – N°1

 

 

In Kooperation mit der
Österreichischen Gesellschaft
für zeitgenössische Musik ÖGZM

CONDUCTORS
Nacho de Paz

PHACE
Doris Nicoletti, flute
Walter Seebacher, clarinet
Reinhold Brunner, clarinet
Spiros Laskaridis, trumpet
Francesco Palmieri, e-guitar
Manuel Alcaraz Clemente, percussion
Mathilde Hoursiangou, piano
Ivana Pristasova Zaugg, violin
Petra Ackermann, viola
Roland Schueler, cello
Maximilian Ölz, double bass

SOUND DESIGN
Alfred Reiter

PROGRAMM

Alexander Kaiser
[ˈprɪz(ə)m] für sechs MusikerInnen, 2014 (rev. 2016)

Emre Sihan Kaleli
A Dark Light / A Black Sun für Ensemble und Elektronik, 2023 (UA)
Kompositionsauftrag von PHACE

Fausto Romitelli
Professor Bad Trip: Lesson I – III für Ensemble und Elektronik, 1998-2000

Inspiriert von den Beschreibungen der Wirkungen des Meskalins in den Werken Henri Michaux dreht sich in Fausto Romitellis Schaffen alles um “Das Künstliche, das Verzerrte, das Gefilterte”. Romitelli schmiedet Klangskulpturen, die sich wie surreale musikalische Visionen der Deformationen, Verzerrungen und Entstellungen in Francis Bacons Bildern materialisieren. Beeinflusst von den verzerrten und „schmutzigen“ Klängen der psychedelischen Rockmusik, kreiert Romitelli eine einzigartige Musik, die Wellen von Melodiebruchstücken über verführerisch fragilen Harmonien und exaltierten Verzierungen und rauschenden Glissandi auffaltet, um wieder und wieder in sich zusammenzustürzen. Material wird durchgerüttelt, entwickelt expressive Metastasen, wie ein von Viren verseuchter musikalischer Mutant, der zum schön-schaurigen Monster wird und fesselnd in seinen Bann zieht. Eine ähnlich wilde Bilanz weist die Musik von Alexander Kaiser auf, der sich in [ˈprɪz(ə)m] den heile-Welt-Versprechungen durch flächendeckende Überwachung der Kommunikation in der westlichen Hemisphäre annimmt. Musikalisch kann das Stück als Transformierung der Energie verstanden werden, wobei sich vielfältige Einflüsse aus Jazz, Punk und elektronischer Musik zu einer rhythmisch prononcierten Klangfläche verwachsen. Mehr als ausreichend expressive Energie findet sich zumeist auch in der Musik von Emre Sihan Kaleli, der gerne mit Intensitäten, Impulsivität und Veränderlichkeit arbeitet und für das Konzert ein neues Werk beisteuern wird.

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PHACE | LIMINA

our series at
Wiener Konzerthaus
2023/24

 

CONDUCTOR
Nacho de Paz

 

PHACE
Doris Nicoletti, flute
Walter Seebacher, clarinet
Reinhold Brunner, clarinet
Michael Krenn, saxophone
Mathilde Hoursiangou, piano
Berndt Thurner, percussion
Ivana Pristašová Zaugg, violin
Petra Ackermann, viola
Roland Schueler, cello
Maximilian Ölz, double bass
Alexandra Dienz, double bass
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Die Oberfläche gibt nichts über die Beschaffenheit der Rückseite preis. Je näher man ihr kommt, desto größer ist der Gegendruck. Wer die Schwelle überschreiten möchte, um zu sehen was dahinterliegt, muss ein zusätzliches Maß an Energie aufwenden. In LIMINA kreist alles um den Gedanken, Klang und Bild als Material zu betrachten, in das man eintaucht, um seine physischen Merkmale sowie die Art der Wahrnehmung zu schmieden. Zerrbilder, deformierte Spiegelungen des Gewesenen, gebogene Perspektiven, ihrer eigenen Logik folgend generieren audiovisuelle Konstellationen, wo Wirklichkeit zur Unkenntlichkeit zerfließt. Prozesse extremer Verlangsamung und Beschleunigung, lassen uns wie mit einer Lupe untersuchen, wie körnig, löchrig, leuchtend, dicht und elastisch ein Klang von der anderen Seite der Schwelle aus betrachtet sein kann.

Vor jedem Konzert spricht Juri Giannini um 18.45 Uhr  mit Komponistinnen und Komponisten des jeweiligen Abends.

Termine in diesem Zyklus
DI 09.01.2024 KH Zyklus 1 – PHACE | PROFESSOR BAD TRIP
MI 20.03.2024 KH Zyklus 2 – PHACE | TIEMPO SUSPENDIDO
DI 07.05.2024 KH Zyklus 3 – PHACE | ANIMAL SMILEYS

Details zum Programm finden Sie auf den jeweiligen Seiten.

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