21.09. KHM Wien – La battaglia di Constantinopel, 20.00 Uhr
La battaglia di Constantinopel
eine virtuelle Erkundung von Krieg, Religion und Politik
eine Produktion von PHACE, in Kooperation mit Klangspuren Schwaz und dem Kunsthistorischen Museum Wien
Nach der Uraufführung des kompletten fünfteiligen Tintoretto-Zyklus von Wolfram Schurig in Innsbruck am 20.09.2011 im Schloss Ambras beim Festival Klangspuren zeigen wir nun im Kunsthistorischen Museum Wien diesen Zyklus in einem besonderen „Installationskonzert“ in der Regie von Markus Kupferblum.
Wolfram Schurigs Kompositionen sind von den Tempera-Skizzen zu Domenico Tintorettos Monumentalgemälde Die Eroberung Konstantinopels durch die Venezianer inspiriert. Markus Kupferblum greift in seiner virtuellen Erkundung von Krieg, Religion und Politik die religiösen, politischen und finanziellen Hintergründe dieser Schlacht auf und spürt mit den Darstellern Robert Finster und Patrick Seletzky in Kostümen von Ingrid Leibezeder und Texten von Yamamoto Tsunetomo, Yukio Mishima und Tanizaki Jun‘ichiro unterschiedlichen Facetten der zwischenmenschlichen Konfliktaustragung nach.
Die Szenerie erstreckt sich dabei vom Foyer über die Kuppelhalle bis hin zu den Gemäldegalerien.
GEWINNSPIEL
Das Originalgemälde Die Eroberung Konstantinopels durch die Venezianer hängt im Dogenpalast in Venedig. Gewinnen Sie mit PHACE am Veranstaltungstag (21.09.) einen Reisegutschein der ÖBB über 150,- Euro für eine Zugfahrt nach Venedig!
Programm
Tintoretto: Erste Übung für Violine solo
Ivana Pristasova, Violine
Battaglia für Posaune Solo und Ensemble
Andrew Digby, Posaune
Simeon Pironkoff, Dirigent
Tintoretto: Zweite Übung für Posaune und Schlagwerk
Andrew Digby, Posaune
Berndt Thurner, Schlagwerk
Gravur für Streichtrio
Ivana Pristasova, Violine
Elaine Koene, Viola
Roland Schueler, Cello
Augenmaß für großes Ensemble
Simeon Pironkoff, Dirigent
Der Tintoretto-Zyklus von Wolfram Schurig
Die TINTORETTO-ÜBUNGEN – die erste für Violine solo, die zweite für gedämpfte Posaune und Schlagzeug geschrieben – sind, wie die Ensemblestücke BATTAGLIA und AUGENMAß sowie das Streichtrio GRAVUR Bestandteile meines Tintoretto-Zyklus. Die Entstehung dieses Zyklus ist dem tiefen Eindruck geschuldet, den die Tempera-Skizzen zu Domenico Tintorettos Monumentalgemälde Die Eroberung Konstantinopels durch die Venezianer im Dogenpalast bei mir hinterlassen haben. Dabei faszinierte mich unter anderem jene Dramatik, die aus der Ambivalenz zwischen der unglaublichen Präzision des Ausdrucks und der Flüchtigkeit der Darstellung – letztere bedingt durch die Wahl der technischen Mittel – entsteht. In Analogie hierzu wird in allen Stücken in jeweils unterschiedlicher Weise das Verhältnis eines vollendeten Werkes mit den Bedingungen seiner Entstehung thematisiert.
Wolfram Schurig
Der 4. Kreuzzug und über das Bild Die Eroberung Konstantinopels durch die Venezianer
1202 brachen die Kreuzfahrer des 4. Kreuzzugs, der unter Beteiligung hauptsächlich französischer Ritter und der Republik Venedig stattfand, auf, um Ägypten zu erobern und so das eigentliche Hauptziel Jerusalem leichter einnehmen zu können. Als die Venezianer, die gegen eine beachtliche Summe Kriegsflotten und eigene Truppen zur Verfügung gestellt hatten, durch die Zahlungsunfähigkeit der Kreuzfahrer die eigene Metropole in Gefahr sahen, wendeten sie sich gegen das dalmatinische Zara und schließlich gegen das christliche Byzanz, das im Frühjahr 1204 trotz ausdrücklicher Warnung des Papstes eingenommen und geplündert wurde.
200 Jahre später schuf Domenico Tintoretto das Gemälde Die Eroberung Konstantinopels durch die Venezianer, das ebendiese Schlacht darstellt und sich nunmehr im größten Saal des Dogenpalast zwischen eine Vielzahl bedeutender Wand- und Deckengemälde reiht, deren gemeinsames Thema die Glorifizierung Venedigs ist.
TEAM
Wolfram Schurig, Komposition
Simeon Pironkoff, Dirigent
Andrew Digby, Posaune
Ivana Pristasova, Violine
Markus Kupferblum, Text und Regie
Patrick Seletzky und Robert Finster, Schauspieler
Ingrid Leibezeder, Kostüme
PHACE | contemporary music
Doris Nicoletti, Birgit Böhm, Flöten
Walter Seebacher, Elisabeth Juen, Klarinetten
Lars Mlekusch, Saxophon
Markus Sepperer, Oboe
Christof Dienz, Fagott
Peter Putzer, Horn
Peter Travnik, Aneel Soomary, Trompeten
Andrew Digby, Posaune
Berndt Thurner, Igor Gross, Schlagwerk
Gabriela Mossyrsch, Harfe
Ivana Pristasova, Thomas Wally, Violinen
Elaine Koene, Viola
Roland Schueler, Cello
Alexandra Dienz, KB
Kunsthistorisches Museum Wien
Burgring 5
1010 Wien
Karten (an der Tageskassa des KHM)
€ 25,-
€ 19,- (ermäßigt für InhaberInnen der Jahreskarte des KHM und StudentInnen, SchülerInnen, Lehrlinge, Wehr- und Zivildiener (bis zum vollendeten 26. Lebensjahr)
Kartenreservierung
reservierung(at)phace.at
